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Wie es weiter ging

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Vermutlich über 80 Tote hat das Fährunglück gefordert. Berichten der Überlebenden zufolge war die Fähre überladen und ist nachts, noch gar nicht weit von der Küste entfernt, durchgebrochen. Die meisten Passagiere schliefen, versuchten dann aber, in die Rettungsinsel und die zwei Dinghis zu gelangen, die man noch zu Wasser lassen konnte. Die Rettungsinsel und das eine Dinghi kenterten sofort, das zweite Dinghi ist jenes, das am 28. Januar gefunden wurde. Aus den Weltnachrichten ist die MV Butaroi schon lange verschwunden. Radio NZ Pacific berichtet immerhin noch, dass die Untersuchung nur schleppend voran kommt – das wundert vor Ort niemanden. Letzte Woche wurden drei Tage Staatstrauer angeordnet, die Angestellten des öffentlichen Dienstes trugen Schwarz und der Donnerstag wurde zum Feiertag erklärt. Feiertage kommen immer gut an. Die Nachrichten mögen auch deshalb so spärlich sein, weil ausländische Journalisten, die über das Fährunglück berichten wollen, of...

Von den kleinen Dingen

Update: Inzwischen geht man davon aus, dass etwa 100 Menschen auf der Fähre unterwegs waren. Auch die lokalen Behörden sind offenbar erst am Freitag informiert worden. Der Präsident hat eine "National Week of Prayer" ausgerufen. Die Suche wurde heute von einem australischen Flugzeug unterstützt, morgen wird eine C-130 Hercules der US Coast Guard hinzukommen. Der Präsident verkündete, dass das Schiff nicht seetüchtig war.  Noch vier Wochen, dann besteige ich te wanikiba , das fliegende Kanu, und nehme eine Pause von der Insel. Die Berichte hier sind selten geworden in letzter Zeit, und das zeigt vor allem, wie sehr ich mich an das Inselleben gewöhnt habe. All die Dinge, die am Anfang so kurios erschienen, sind Teil des Alltags geworden und scheinen mir nicht mehr erwähnenswert. Trotz der Dinge, an die ich mich gewöhnt habe, ist mein Bedarf für Szenenwechsel groß. Denn an manche Dinge hier kann ich mich nicht gewöhnen. Gestern und heute berichten auch deutsche ...

Dahin, wo es schön ist: Melbourne

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Festlandreif, aber mit einem Flugticket "hier raus" auf dem Schreibtisch zeige ich Euch endlich den letzten Teil von "Dahin, wo es schön ist". Mit der Nachtfähre aus Devonport kamen wir früh am Morgen in Melbourne an und durften dankenswerter Weise direkt in unser Quartier - eine kleine Wohnung in einem tollen Art Déco-Gebäude gegenüber des Melbourne Museum. Anders als Sydney stand Melbourne für einen Australienurlaub ganz oben auf der Wunschliste (dies ist nicht nur, aber auch Miss Fisher's Murder Mysteries zu verdanken, ahem) und es ist eine wirklich tolle Stadt. Eine sehr lebendige Mischung aus Alt und Neu und eine große Menge Kultur ließen die Herzen ausgehungerter Teilzeitinsulaner wirklich höher schlagen und wir haben eine Menge Zeit in der National Gallery of Victoria und in der State Library verbracht. Ein Konzert in der Hamer Hall brachte uns unerwartet dicht an die Heimat: Das Melbourne Symphony Orchestra wurde an diesem Abend von Andrew Manze dirigier...

Te Mauri, Te Raoi ao Te Tabomoa

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„Welche Krankheit kann man bekommen, wenn man in der Lagune schwimmt?“ war eine Quizfrage bei einer der letzten „Trivia Night“-Runden. Die gesuchte Antwort war Hepatitis A, aber vermutlich waren alle unsere Antworten auf die eine oder andere Weise richtig, denn in der Lagune kann man fast alles bekommen. Man muss aber gar nicht in der als öffentliche Latrine genutzten Lagune baden, um sich eine Runde Gastroenteritis abzuholen. Dafür reicht ein öffentliches Buffet. Nicht unbedingt, weil der Fisch aus der Lagune geangelt wurde, er stammt üblicherweise aus dem Pazifik, ein ganzes Stück von der Lagune entfernt. Sondern wegen mangelnder Hygiene seitens einiger Gäste. Vor einigen Wochen waren wir nach einer Trauerfeier im Krankenhaus gerade mit unserer eigenen Portion vom Honoratiorentisch fertig, als sich einer der Krankenpfleger, sicher wohlverdient, eine Runde am Buffet bediente. Den Mundschutz noch um den Hals baumelnd, bediente er sich am Reis – mit der bloßen Hand. Wo die vo...

Weihnachten in Tarawa

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Zwar steht noch ein letzter Teil von „Dahin wo es schön ist“ aus, aber die letzten Wochen waren so bis an den Rand gefüllt mit sowohl fröhlichen und als auch tragischen Ereignissen, dass Ihr darauf noch ein bisschen warten müsst. Auch in Tarawa ist Weihnachten, allerdings ist das Bewusstsein dafür, wo dieser Brauch eigentlich herkommt, hier genauso limitiert ist wie in anderen Teilen der Welt. „Feiert man woanders auch Weihnachten? Oder nur in Kiribati?“ wurde unser Freund Nick von seinen Angestellten gefragt.   Sein Supermarkt ist festlich dekoriert und wer möchte, kann Lichterketten und Plastiktannen kaufen.   Der Supermarkt hier in Betio hat im Schaufenster eine Krippe mit Kleinkind-großen Figuren, und auf dem Bairiki Square steht eine lebensgroße Holztanne mit Lichtern. Im Taiwanpark zelten seit ungefähr zwei Wochen mehrere Familien, die hier zu Weihnachten ihre Familien besuchen. Vielleicht sind sie auch dauerhaft in den Park gezogen, wer weiß das ...

Dahin, wo es schön ist: St Helens und Promised Land

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Der dritte und vierte Teil unserer Reise führten uns ins ländliche Tasmanien und zu großen Mengen Käse. St Helens liegt an der Ostküste Tasmaniens und hat spektakuläre Strände zu bieten. Promised Land liegt im Nordwesten und hat spektakuläre Berge zu bieten - nur leider ohne Wanderwege. Den in Hobart begonnenen "trip of broken devices" setzten wir auch hier  munter fort - in St Helens installierte der Captain die Spiderman-App und sein zehn Jahre alter Rechner fiel in den Winterschlaf. Auf dem Weg in den Macshop in Devonport zerbrach dann meine Brille, einfach mitten durch. Dank des sehr hilfsbereiten Teams von Specsavers Devonport konnte ich kurz vor der Rückreise in Melbourne adäquaten Ersatz abholen. Das Macbook konnte gerettet werden. Leider sponsern weder die Apfelfirma noch Specsavers diesen Beitrag. Beer Barrel Beach - unsere Vermieterin in Hobart konnte gar nicht verstehen, warum wir, auf einer Pazifikinsel lebend, ausgerechnet an den Strand wollten. St Co...

Erst zwei, dann vier

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Wir haben Kätzchen. Entgegen sonstiger Gewohnheiten wartete Puss heute morgen sehr geduldig, bis ich ihr die Tür aufgemacht und ihr Frühstück serviert hatte - nur um dann wegzugehen, ohne das Essen anzurühren. Kurz darauf kam sie mit einem schwarzen und einem roten Kätzchen wieder - endlich, wir warten schließlich seit fast zwei Wochen auf ihren Auftritt. Das Rote büxte  in den ersten 50 Minuten gleich zweimal aus und musste durch gutes Zureden durch ihre Mutter dazu gebracht werden, durch den (dichten) Nachbarszaun zu steigen und zurück ans Haus zu kommen. Das schwarze war nicht so abenteuerlustig und versteckte sich am Haus. Wir freuten uns, die Kätzchen endlich kennen zu lernen und waren auch über die Anzahl beglückt, zwei Kätzchen sind schließlich gut vermittelbar. Das Trio kam und ging den Vormittag über, und irgendwann nach der Mittagspause war Puss verschwunden und hatte offenbar auch ihre beiden Jungen mitgenommen. Als ich draußen ein Quieken (die Kätzchen klingen wie Vögel...